Atheris hirsuta

(Ernst & Rödel, 2002)
 
 

 

 

 

 

Ernst und Rödel (2002) beschreiben eine neue Art der Gattung
Atheris vom Taï Nationalpark, einem großen Regenwald-Gebiet in
der südwestlichen Elfenbeinküste. Diese Atheris spec. zeigte
Ähnlichkeit zu A. squamigera, unterscheidet sich aber von ihr
durch morphologische Unterschieden.
 
Atheris hirsuta:
Holotype* SMNS 11333, männlich, ungefähr 6 km westlich von der
"Station de Recherche en Ecologie Tropicale" (SRET 5°50'N 7°19'W),
Taï Nationalpark, die Elfenbeinküste, am 20. September 2000, 07.00 Uhr.

* Ein Holotype ist das einzig bekannte physisches Beispiel einer Art.

 

Beschreibung:
 
Gesamtlänge: 48 cm

Schwanzlänge: 9,5 cm

Kopf: kurzer und kräftiger

Rückenfärbung: bräunlich mit Teilweise dunkelbraunen Schuppenspitzen
und einem unregelmäßigem Rückenmuster, bestehend aus Querbändern.

Bauchfärbung: creme weiß bis gelblich

Färbung nach dreimonatiger Lagerung in Konservierungsmittel:
Rückenfärbung änderte sich ins rötlich braune; Bauchfärbung wurde
gleichmäßig hellbraun.
 
Etymologie:
Der Name bezieht sich auf das haarige Äußere der Schlange
(lat. hirsutus = haarig)
 
Lebensraum:
Der Taï Nationalpark (6°10'-5°10'N, 7°20'-6°50'W) ist die größte
geschützte Regenwaldfläche im westlichen Afrika. Jährlich fällt im
Südwesten des Parks 2200 mm Niederschlag und im Nordosten 1700 mm.
Die Niederschläge sind von April - Mai bis Juni-Juli und vom September
bis Oktober-November am höchsten.

Die erste trockene Periode dauert von Dezember bis Februar. Eine zweite
trockene Periode kommt normalerweise im August vor. Täglich ändert sich
die Durchschnittstemperatur zwischen 20°C und 30°C.

Die Luftfeuchtigkeit schwankt von 85 % während des Tages zu 90-100 % während der Nacht.
Der Holotype wurde nach einem starken Regen, auf
einem Feldweg zwischen der kleinen Stadt von Taï und dem SRET gefunden.
Dieses Gebiet wird durch den sekundären Regenwald charakterisiert.

A. hirsuta verhält sich im Vergleich zu A. chlorechis aggressiver. Beide Arten
bewohnen den gleichen Lebensraum. Wenn A. hirsuta gestört wird, rollt sie
sofort das vordere Drittel des Körpers in die S-Position, bereit zu zuschlagen.
 
Verbreitung:
Bis jetzt nur bekannt aus dem Taï Nationalpark.
 
Dankesagung:
Ich möchte mich bei Dr. Raffael Ernst bedanken, welcher mir Material
(sämtliche Bilder sowie die englische Publikation von Atheris hirsuta) aus seinem
Online-Katalog zur Verfügung gestellt hat.
 
Bilder © by R. Ernst SMNS
Text aus der englische Publikation abgeleitet.